Zobrist Ueli
Körbe
Körbe
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Ueli Zobrist
Aufgewaschen bin ich auf einen Bauernhof im aargauischen Hendschiken. Schon immer hatte ich Freude an körperlichem und handwerklichem Arbeiten und die obligatorische Schulzeit war für mich eine Leidenszeit, an welche ich mich nicht gerne erinnere. Daher war früh klar, dass ich den schönen Beruf Landwirt erlenen möchte. Ich habe zwei Lehrjahre im Kanton Waadt absolviert, wo ich mich puddelwohl fühlte und die Westschweizermentalität so richtig genossen habe. Nach den Lehrjahren besuchte ich die landwirtschaftliche Schule Liebegg. Da mich zu diesem Zeitpunkt das Thema Umwelt packte und ich mich mehr und mehr für wissenschaftliche Zusammenhänge interessierte, habe ich mich für ein Studium an der Fachhochschule In Zollikofen entschieden. Nach dem Studium war ich immer mit viel Freude als Pflanzenbaulehrer am Schwand und anschliessen am INFORAM Rütti tätig. Seit kurzem bin ich im Ruhestand |
Wie ich das Flechten entdeckt habe:
Ich erinnere mich genau an den Tag, an welchem ich in einen «billigen» Kartoffelkorb ein paar Steine transportieren wollte. Mit einem Ruck hob ich den Korb an und dabei ist einer der beiden Griffe abgerissen. Ich habe mich ans Werk gemacht und den Griff mit Draht wieder fixiert. Dabei schweifte mein Blick zu den am Teich wachsenden Weidenruten. Da wachsen vor meiner Nase Weidenruten - das Material, welches es braucht, um den Griff zu ersetzen - und du bist nicht in der Lage so etwas zu tun. Der Gedanke, aus den eigenen Weiden etwas zu flechten liess mich nicht mehr los. Einige Zeit später in einer Buchhandlung fiel mir das Buch «Anleitung zum Flechten mit Weiden» von Berhard und Regula Verdet in die Hände und mir war klar: «das muss ich haben». Während Wochen habe ich immer wieder im Buch gelesen und die Skizzen studiert. Ja und dann habe ich so ganz ohne Vorwissen aus den eigenen Weiden einen Korb geflochten und na ja, es wurde alles andere als ein schöner Korb, aber es war doch schon mal ein Anfang. Einige Woche später habe ich zwei Weidenbünde bestellt und mich während rund zwei Wochen intensiver mit dem Flechten beschäftig. Zu Beginn haben die Weiden so ziemlich gegen mich geflochten, aber zunehmend wurde ich mit den Weidenruten per «Du» und ich bekam so richtig Freude an der Arbeit. Ich genoss es, so für mich in die Flechtarbeit einzutauchen.
Nach diversen Flechtkurs gab es dann für mich kein Zurück mehr. Mehr und mehr ist meine Begeisterung für das Korbflechten gewachsen.
Schon bald konnte ich meine Körbe an verschiedenen Märkten verkaufen, bekam Aufträge und auch Anfragen für Kurse, was mir sehr viel Freude bereitete. Da sich mein Hobby zunehmend ausdehnte habe ich mich vor Jahren entschieden mein Anstellungspensum als Pflanzenbaulehrer zu reduzieren, um mich mehr dem Flechten zu widmen.
Gemeinsam mit meiner Partnerin Renata habe ich in den letzten Jahren auch vermehrt grössere Flechtprojekte wie Weidenzäune, Sichtschutzwände, Hochbeete und anders in Angriff genommen.
Neben dem Flechten pflege ich weitere Hobbys. Immer mehr habe ich mich auch in die Naturfotografie vertieft. Ich geniesse es mich in der freien Natur zu bewegen und mich mit meiner Kamera auf die Lauer von Vögeln, Insekten, Schlangen …. zu machen. Problemlos kann ich drei bis vier Stunden einfach ruhig dasitzen und die Natur beobachten, spüren und riechen und so ganz den Moment geniessen. Warten auf den Augenblick, der vielleicht kommt oder auch nicht. Plötzlich ist er dann so ganz aus dem Nichts da, ein Eisvogelmännchen übergibt dem Weibchen liebevoll einen Fisch als Brautgeschenk oder eine Spinne macht sich auf den Weg im sonnenbelichteten Netz eine Beute zu packen und diese als Vorrat einzuwickeln. Im Weitern bin ich ein begeisterter Rennradfahrer und ich liebe es unser Naturgarten zu gestalten.
Ueli Zobrist
Ich erinnere mich genau an den Tag, an welchem ich in einen «billigen» Kartoffelkorb ein paar Steine transportieren wollte. Mit einem Ruck hob ich den Korb an und dabei ist einer der beiden Griffe abgerissen. Ich habe mich ans Werk gemacht und den Griff mit Draht wieder fixiert. Dabei schweifte mein Blick zu den am Teich wachsenden Weidenruten. Da wachsen vor meiner Nase Weidenruten - das Material, welches es braucht, um den Griff zu ersetzen - und du bist nicht in der Lage so etwas zu tun. Der Gedanke, aus den eigenen Weiden etwas zu flechten liess mich nicht mehr los. Einige Zeit später in einer Buchhandlung fiel mir das Buch «Anleitung zum Flechten mit Weiden» von Berhard und Regula Verdet in die Hände und mir war klar: «das muss ich haben». Während Wochen habe ich immer wieder im Buch gelesen und die Skizzen studiert. Ja und dann habe ich so ganz ohne Vorwissen aus den eigenen Weiden einen Korb geflochten und na ja, es wurde alles andere als ein schöner Korb, aber es war doch schon mal ein Anfang. Einige Woche später habe ich zwei Weidenbünde bestellt und mich während rund zwei Wochen intensiver mit dem Flechten beschäftig. Zu Beginn haben die Weiden so ziemlich gegen mich geflochten, aber zunehmend wurde ich mit den Weidenruten per «Du» und ich bekam so richtig Freude an der Arbeit. Ich genoss es, so für mich in die Flechtarbeit einzutauchen.
Nach diversen Flechtkurs gab es dann für mich kein Zurück mehr. Mehr und mehr ist meine Begeisterung für das Korbflechten gewachsen.
Schon bald konnte ich meine Körbe an verschiedenen Märkten verkaufen, bekam Aufträge und auch Anfragen für Kurse, was mir sehr viel Freude bereitete. Da sich mein Hobby zunehmend ausdehnte habe ich mich vor Jahren entschieden mein Anstellungspensum als Pflanzenbaulehrer zu reduzieren, um mich mehr dem Flechten zu widmen.
Gemeinsam mit meiner Partnerin Renata habe ich in den letzten Jahren auch vermehrt grössere Flechtprojekte wie Weidenzäune, Sichtschutzwände, Hochbeete und anders in Angriff genommen.
Neben dem Flechten pflege ich weitere Hobbys. Immer mehr habe ich mich auch in die Naturfotografie vertieft. Ich geniesse es mich in der freien Natur zu bewegen und mich mit meiner Kamera auf die Lauer von Vögeln, Insekten, Schlangen …. zu machen. Problemlos kann ich drei bis vier Stunden einfach ruhig dasitzen und die Natur beobachten, spüren und riechen und so ganz den Moment geniessen. Warten auf den Augenblick, der vielleicht kommt oder auch nicht. Plötzlich ist er dann so ganz aus dem Nichts da, ein Eisvogelmännchen übergibt dem Weibchen liebevoll einen Fisch als Brautgeschenk oder eine Spinne macht sich auf den Weg im sonnenbelichteten Netz eine Beute zu packen und diese als Vorrat einzuwickeln. Im Weitern bin ich ein begeisterter Rennradfahrer und ich liebe es unser Naturgarten zu gestalten.
Ueli Zobrist



